Agile Führung – Kurier-Beitrag vom 29.01.2020

Agiles Arbeitstier

Agiles Arbeiten ist fast schon ein Reizwort. In Unternehmen wird viel darüber diskutiert und geplant, aber die Umsetzung gestaltet sich nicht ganz so einfach. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Veränderungen müssen behutsam begleitet werden.

Den Herausforderungen der Arbeitswelt kann nur „agil“ begegnet werden: Abläufe werden ständig optimiert – und das nicht Top-Down, sondern auf allen Ebenen und in alle Richtungen. Führungskräfte müssen den Change-Prozess mit Blick auf inhaltliche, soziale und ökonomische Qualität gestalten und für die erforderliche Umsetzungskompetenz sorgen. Einem langjährigen Mitarbeiter darf man die Veränderung nicht als Kritik an seiner bisherigen Arbeitsweise vermitteln, sondern als notwendigen und gemeinsamen Weg. Man muss allen Mitarbeitern Schlüsselrollen entsprechend ihren Ressourcen zuteilen. Wichtig ist laufende Qualifizierung und Unterstützung und gleichzeitig muss die Motivation hoch gehalten werden.

Idealerweise geht man mit gutem Beispiel voran:
nur wer selbst Commitment zeigt, kann es auch von seinen Mitarbeitern erwarten. Die Arbeitsprozesse werden über eine ständige Feedbackschleife hinterfragt und verbessert. Mitarbeiter sollen mit einem größtmöglichen Maß an Eigenverantwortung ihr Potential ausschöpfen. In der Rolle eines Coaches motiviert man dazu, mit alten Gewohnheiten zu brechen und neues zuzulassen. Fähigkeiten zu erkennen, zu fördern und gewinnbringend einzusetzen, ist die Kernkompetenz einer modernen Führungskraft.

Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen zum Thema auf alexander.lenz@avansa.eu.

Ihr Alexander Lenz