Authentizität und Erfolg

Authentizität und Erfolg

„Wenn ich das umsetze, was ich im Verkaufstraining gelernt habe, dann bin ich ja nicht mehr authentisch! Und authentisch zu sein ist doch das Wichtigste, wenn man im Verkauf erfolgreich sein will!“

Aussagen wie diese kann man immer wieder von Trainingsteilnehmern hören!

Und ja, die Anwendung eines – zum Beispiel im Trainingsraum erlernten – neuen Verhaltens in bestimmten Situationen im Verkaufsprozess (z.B. auf das „zu teuer“ des Kunden mit einer offenen Frage zu reagieren anstatt mit dem klassischen „ja, aber“) fühlt sich tatsächlich nicht authentisch an. Das erstmalige Arbeiten nach einer neuen Struktur oder mit neu erlernten Werkzeugen bedeutet nämlich, dass man seine gewohnte Verhaltensweise aufgibt. Und diese alte, gewohnte Verhaltensweise fühlt sich authentisch an, weil man ja immer so gehandelt hat. Dieses Gefühl ist trügerisch und verhindert, dass man eine neue Verhaltensweise in sein Repertoire aufnehmen kann und somit für unterschiedliche Situationen besser vorbereitet ist.

 

Man sollte die Summe der eingeübten Gewohnheiten nicht mit Authentizität verwechseln!

Authentisch ist viel mehr als nur Gewohntes! Sonst könnten wir uns ja niemals im Leben weiterentwickeln oder etwas Neues dazulernen!

Authentisch ist eine neue Verhaltensweise dann, wenn sie sich mit den Grundwerten und der Grundhaltung vereinbaren lässt, also der inneren Überzeugung einer Person entspricht. Verhaltensveränderung passiert nicht einfach. Es braucht dazu einen starken Willen, Ausdauer und Durchhaltevermögen.

 

Die Aussage „Wenn ich das so mache, dann bin ich ja nicht mehr authentisch!“ wird häufig als Ausrede benutzt, um den bequemen Weg zu gehen und sein gewohntes Verhalten nicht verändern zu müssen – unabhängig davon, ob dieses Verhalten für die jeweilige Person hilfreich ist oder nicht!

 

Erfolgreiche Menschen erweitern ihr Repertoire laufend mit neuen Verhaltensweisen, die für sie in bestimmten Situationen hilfreich sind und zu ihren Grundwerten und zu ihrer Grundhaltung passen. Auf diese Weise entwickeln sie ihre Persönlichkeit ständig weiter und können damit auch schwierige Situationen souverän meistern.

Weniger erfolgreiche Menschen suchen nach Ausreden, warum sie keine neuen Verhaltensweisen in ihr Repertoire aufnehmen sollten. Die Schuld daran, dass der Kunde nicht kauft, liegt ja ohnehin nicht in ihrem Verhalten, sondern daran, dass der Preis zu hoch ist, die Mitbewerber zu aggressiv sind, die Wirtschaft zu schwach ist, die Kollegen aus anderen Abteilungen keine gute Arbeit leisten, usw.

Authentizität ist unserer Meinung nach tatsächlich ein Schlüsselfaktor für Erfolg, wenn man darunter ein permanentes Handeln entsprechend den eigenen Grundwerten und der eigenen Grundhaltung versteht, und man sich laufend weiterentwickelt, um dieser inneren Überzeugung immer noch besser entsprechen zu können.

Falsch verstandene Authentizität hingegen, die lediglich als Rechtfertigung dient, sich nicht weiterzuentwickeln, weil sich eine neue Verhaltensweise kurzfristig nicht authentisch anfühlt, leistet hingegen keinen Beitrag zu dauerhaftem Erfolg, sondern bewirkt eher das Gegenteil davon!

 

Ich freue mich, wenn Sie mit mir Ihre Sichtweise zum Thema teilen. Schreiben Sie mir gerne an reinhold.wurzer@avansa.eu.

 

4 Faktoren für nachhaltigen Erfolg

4 Faktoren für nachhaltigen Erfolg

Berufliche Weiterbildung ist auch Verhaltensveränderung

Wer eine Weiterbildung erfolgreich nutzen und umsetzen will, muss zu einer Verhaltensveränderung bereit sein. Nur wenn man als Trainingsteilnehmer den Sinn und Nutzen erkennt, an den eigenen Kompetenzen zu arbeiten, dann wird man wissbegierig und motiviert lernen – und noch viel wichtiger: erfolgreich umsetzen!
Mit dieser Voraussetzung gibt es 4 weitere Faktoren, die den nachhaltigen Erfolg maßgeblich beeinflussen:

1. Die richtigen Maßnahmen festlegen

Die Maßnahmen müssen den aktuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter und des Unternehmens entsprechen. Besonders wichtig ist dabei die Vereinbarung einer konkreten Zielsetzung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.

2. Üben, üben, üben

Goethe buchstabierte Erfolg so: T-U-N. „Wissen“ heißt nicht gleichzeitig „können“, daher ist praxisorientiertes Üben und Erarbeiten von Lösungen zu konkreten Fällen ein wichtiger Beitrag zum nachhaltigen Erfolg.

3. Individuell weiterbearbeiten

Jeder Mensch ist einzigartig. So hat jeder seine persönlichen Ziele und braucht eine der eigenen Persönlichkeit angepasste Förderung. Wer das berücksichtigt, wird erstaunliche Ergebnisse erzielen.

4. Konsequente Lernbegleitung

Lernen basiert auf Wiederholung. Auch nach dem Training braucht es also Zeit, um regelmäßig an den eigenen Umsetzungsvorhaben arbeiten zu können. Wenn trainingsbegleitenden Maßnahmen und die Begleitung durch die Führungskräfte hier ineinandergreifen, ist der Erfolg garantiert.

Für Fragen oder Anregungen: alexander.lenz@avansa.eu